Zwölfter Vortrag

GA 104/1908-06-30/p033 ·1908-06-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Der Leib der Erde wird der Leib des Christus sein. Und die Menschen müssen diesen Leib bearbeiten. Sie haben damit begonnen, als sie heraustraten auf die Erde; sie haben diese Erde mit ihren Kräften bearbeitet. In allen Traditionen kann man etwas finden, was wenig beachtet wird, weil man es wenig versteht. So zum Beispiel in der persischen Tradition, daß die Menschen seit jener Zeit, seit der sie herausgetreten sind aus dem hellseherischen Bewußtsein, Wesen geworden sind, welche die Erde durchstochen haben. Während die Menschen in der Phase leben, daß sie die Erde durchstechen, das heißt die Erde bearbeiten, während dieser Zeit also, wo sie den Leib des Christus durchstechen, sehen sie nicht im hellseherischen Bewußtsein die leitenden Kräfte, vor allen Dingen nicht den Christus, von Angesicht zu Angesicht. Aber der Apokalyptiker weist auf die Zeit hin, wo nicht nur die Hellseher von damals das Geistige sehen, sondern wo die Menschheit wieder angekommen sein wird auf der Stufe, die es ihr ermöglicht, das Christus-Wesen selber zu sehen. Sehen werden ihn alle Wesen, und diejenigen, die ihn durchstochen haben, werden ihn auch sehen; diejenigen, die einen Teil ihrer Entwickelung durchmachen mußten im Bebauen der Erde, im Durchstechen der Erde, sie werden den Christus sehen. Denn solche Worte sind so, daß sie denjenigen, der sie allmählich enthüllen lernt, tief hineinführen in die Vorstellungswelt der Mysterien, der apokalyptischen Sprache.

Read this passage in another edition
DEoriginal
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/104/1908-06-30/p033.json
Cite: GA 104/1908-06-30/p033 · edition original