Vierter Vortrag
Und nun spricht er zu den Menschen der zweiten Kulturepoche, der Zarathustra-Zeit, zu den Nachfolgern des großen Zarathustra, die ihre Weisheit in den Lehren des Hermes niedergelegt haben, die uns einen Nachklang der Zarathustra-Lehre bewahren. Überall wird dort darauf hingewiesen, daß die Menschen nicht die Liebe zum Herumschweifen entwickeln sollen und daß sie das physisch-sinnliche Leben liebgewinnen sollen. Sie sollen hinaufsehen zur Sonne als zum Ausdruck des Sonnengeistes und zu den Sternen als den Leibern der Geister, die den Raum bevölkern. Darum handelte es sich dem Zarathustra, das materielle Physische als Ausdruck des Geistes zu zeigen. So sollte das Bearbeiten der Ackerscholle wie ein Hineinarbeiten in den physischen Leib Gottes sein, der hinter der physischen Welt steht und zu dem auch aufsah die Gruppe des althebräischen Volkes, die parallel ging mit der urpersischen Kultur. Auch diese hatte einen Zarathustra-Dienst; das wird angedeutet in der Begegnung des Abraham mit Melchisedek.
Cite:
GA 104a/1909-05-13/p006 · edition original