Dritter Vortrag

GA 105/1908-08-06/p008 ·1908-08-06 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Als zweites tritt die Frage an uns heran: Haben denn auch die niedrigeren Wesen, wie zum Beispiel die Pflanzen, etwas von einem Ich? — Ja, auch sie haben ein Ich. Wenn der Hellseher die Pflanze untersucht, so findet er folgendes: Das, was in der physischen Welt da ist, ist nichts anderes als eine Zusammenfügung von physischem und Ätherleib. Denken wir uns, daß wir hier die Oberfläche der Erde haben (es wird gezeichnet); hier die Wurzel einer Pflanze, den Stengel, die Blätter und die Blüte. Was da in der physischen Welt herauswächst, hat nicht wie der Mensch physischen, Ather-, Astralleib und Ich, sondern nur physischen Leib und Ätherleib. Das Tier hat auf dieser Welt noch seinen Astralleib, die Pflanze nicht. Aber Sie dürfen daraus nicht schließen, daß das, was als Astralisches Sie erfüllt und auch in dem Tiere tätig ist, bei der Pflanze nicht tätig wäre. Für das geöffnete Auge des Hellsehers wird die Pflanze umglüht und umstrahlt, und zwar vorzugsweise umstrahlt von astralischen Substanzen. Und diese sind es auch, die da mitwirken an der Bildung der Blüte. Während also die Pflanze von Blatt zu Blatt wächst durch den Einfluß des Ätherleibes, wird sie oben in der Blüte abgeschlossen dadurch, daß sie umspült wird von astralischer Substanz.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/105/1908-08-06/p008.json
Cite: GA 105/1908-08-06/p008 · edition original