Dritter Vortrag
Und dann, wenn der Mensch weiterarbeitet, wird er den Ätherleib umgestalten zu Buddhi oder Lebensgeist; bewußt wird er es einst tun, aber auch heute schon arbeitet er unbewußt daran. Um so mehr müssen heute höhere Geisteswelten mitwirken in allen Menschen-Atherleibern, und die Feuergeister sind es, die diese Arbeit verrichten. Nun sind aber die Ätherleiber der Menschheit nicht so individuell verschieden wie die Astralleiber. Jeder Mensch hat seine besonderen Tugenden oder Untugenden, aber in bezug auf das, was mit dem Ätherleib zusammenhängt, herrscht eine gewisse Gleichheit; wir sehen das an den Eigenschaften, die mit der Rasse, mit dem Volkstum zu tun haben. Und deshalb sehen wir auch, daß in bezug auf seinen Ätherleib nicht jeder Mensch seinen Erzengel hat, sondern es sind Volksstämme, Rassen, die von höheren und niederen Feuergeistern geleitet werden. Die Völker und Rassen unserer Erde werden in der Tat gemeinschaftlich gelenkt von jenen Geistern, die man die Erzengel oder Feuergeister nennt. Da erweitert sich Ihr Blick auf etwas, was für viele Menschen recht abstrakt ist, was aber für den, der in geistige Welten hineinsieht, etwas sehr Konkretes darstellt. Wenn jemand heute vom Volksgeist oder von der Volksseele spricht, so hält er das für irgendeine Abstraktion. Für den okkulten Beobachter ist das nicht so. Da ist das ganze Volk wie gemeinsam hineingebettet in eine geistige Substanz, und diese geistige Substanz ist der Leib eines Feuergeistes. Und wie unsere Erde gelenkt und geleitet wird von alten grauen Zeiten her bis auf uns, von Volk zu Volk, von Rasse zu Rasse, da sind es die sozusagen über die Entwickelung hinschreitenden Feuergeister, die in den Volksseelen ihren Leib haben und die den Gang der Erdentwickelung also leiten.
Cite:
GA 105/1908-08-06/p020 · edition original