Vierter Vortrag

GA 105/1908-08-07/p011 ·1908-08-07 · original (original)
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Wenn wir so verstehen lernen, daß solche kosmischen Abspaltungen ihre Ursache in den geistigen Wesenheiten haben, die mit der Materie verbunden sind, dann wird uns noch eine andere Tatsache verständlich, die sonst schwer zu erklären ist. Sie wissen, die Naturforschung weist auf einen Anfangszustand unseres Systems hin, auf eine Art von Urnebel. Zwar ist die sogenannte Kant-Laplacesche Theorie heute von gewissen Forschern wie Arrhenius etwas modifiziert worden, aber um diese Kleinigkeiten brauchen wir uns hier nicht zu kümmern. Wir nehmen einmal das an, was gewöhnlich angenommen wird: daß sich nämlich aus dem Urnebel die Sonne und die anderen Planeten, die die Sonne umkreisen, herausballten; alles, was heute dicht ist, war also einstmals in diesem Urnebel vorhanden; der ist dann in Rotation gekommen und hat dadurch unsere Sonne und die anderen Planeten abgespalten. Was nun die Geisteswissenschaft dazu zu sagen hat, widerspricht in keiner Weise dem, was hier als Hypothese gelehrt wird. Wenn sozusagen jemand einen Stuhl in den Weltenraum gestellt hätte, um durch Jahrmillionen hindurch zu verfolgen, wie sich diese Differenzierung des Urnebels zu den heutigen Planetengebilden vollzogen hätte: es würde sich wirklich nicht viel anders darstellen, als die wissenschaftliche Hypothese es darstellt. Aber wir wollen einmal sehen, wie das geistige Auge des Hellsehers diesen Urnebel anschaut.

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Cite: GA 105/1908-08-07/p011 · edition original