{"corpus":"steiner","locus":"GA 105/1908-08-08/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir haben gesehen, wie sich unsere Erdenverhältnisse in ihrer Entwickelung aus dem Kosmos herausgestaltet haben. Wir haben gesehen, wie unsere Erde in einer urfernen Vergangenheit mit dem, was heute als Sonne vom Himmel herunterstrahlt, verbunden war, und wie dann in einem gewissen Zeitpunkt sich diese Sonne von der Erde getrennt hat. Später ist aus jener Weltenwesenheit, die nach der Abspaltung der Sonne noch den jetzigen Mond in sich hatte, auch dieser Mond hinausgezogen, und gestern haben wir nun betrachtet, wie diese Trennung einer ursprünglichen Gemeinschaft in drei Weltkörper mit der ganzen Evolution des Menschen und unseres Kosmos in geistiger Beziehung aufs innigste zusammenhängt. Mit den Kräften der Sonne sind nämlich auch gewisse Wesenheiten aus unserer Erdmasse herausgegangen, die früher innerhalb unserer Erde, sozusagen von innen gewirkt haben, die aber seit dieser Spaltung von Sonne und Erde auf die verschiedenen Wesenheiten, und also auch auf den Menschen, von außen her wirken. Dadurch haben sich natürlich alle Verhältnisse des Erdenmenschen geändert; und später änderten sie sich wiederum dadurch, daß der Mond sich auch heraustrennte. Also dasjenige, was wir eine Zeitlang als Erde plus Mond kennen, das erfuhr dann neuerdings eine Veränderung durch das Hinausgehen des Mondes. Und der Sinn der ganzen Evolution war, wie wir gesehen haben, daß der Mensch, wenn er ausschließlich unter dem Einflusse der Sonnenkräfte geblieben wäre, ein zu rasches Tempo der Entwickelung eingeschlagen hätte; hätte andrerseits sich die Sonne ganz von der Erde getrennt und ihr ihre Kräfte entzogen, dann hätte die Weiterentwickelung der Erde sich so vollzogen, daß die Erdenwesen, namentlich der Mensch, unter dem Einflusse der Mondkräfte erstarrt wären. So wird also in bezug auf die Menschheitsentwickelung ein Gleichgewicht erhalten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-08-08","location":null,"word_count":274,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-08/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-08/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/105/1908-08-08/p003"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}