Fünfter Vortrag

GA 105/1908-08-08/p017 ·1908-08-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So sehen wir von Stufe zu Stufe gewisse geistige Wesenheiten sich hineingliedern in die Menschenentwickelung: auf dem Saturn die Throne, auf der Sonne die Geister der Weisheit, auf dem Monde die Geister der Bewegung oder Dynameis, und auf der Erde die Geister der Form: Jehova und die Elohim. Alle diese Wesenheiten sind es, die dem Menschen seine jetzige Gestalt und Form gegeben haben, die ihre eigene Wesenheit haben einströmen lassen. In der biblischen Urkunde werden wir deutlich darauf hingewiesen, wie das Wesen eines der Geister der Form einströmte in das Wesen des Menschen. Ein tiefes Geheimnis verbirgt sich hinter dem, was in der Thora steht. Denken Sie sich, daß einer der Geister der Elohim sich als Jehova mit dem Monde verbunden hat, daß er von dort aus als Geist der Form wirkte, den Menschen zu dem machte, was ihm die göttliche Form gibt: Der Gott bildete den Menschen nach seinem Bilde, er gab ihm die Gestalt der Götter. — Die Geister der Form sind es, die ihm die menschliche Gestalt, das heißt die göttliche Form gaben. Die Elohim strömen im Lichte die Sonnenkraft auf die Erde nieder. Der Jehovagott hat verzichtet auf das äußere Kleid, auf die äußere Gestalt des Lichtes; als ein finsterer Gott strömt er auf die Erde ein, indem er sich beschränkt auf die Zeit zwischen Geburt und Tod. Durch die Luft, welche das Licht durchdringt, gesellen sich zu ihm die Geister der Luft. So daß, wenn wir uns ein Bild machen wollen von dem, was geistig und physisch von der Sonne auf die Erde strömt, wir sehen, wie die Sonnenstrahlen aufgefangen werden von der Erde und an den Menschen herankommen, und wie diese Strahlen auch das mitbringen, was vom Jehovageiste uns zuströmt: da kommt dasjenige hinzu, was in der Luft als Geistiges lebt. Und auf diesen Augenblick, wo Jehova seine Kraftwesenheit, ein Stück der Jehovagottheit einströmen läßt in den Menschen, darauf wird hingewiesen mit den Worten der Bibel: «Und Jehova strömte dem Menschen den lebendigen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.»

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/105/1908-08-08/p017.json
Cite: GA 105/1908-08-08/p017 · edition original