Siebenter Vortrag

GA 105/1908-08-11/p003 ·1908-08-11 · original (original)
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Es ist uns gestern vors Auge getreten, wie eine Differenzierung, eine Ausbildung von Unterschieden dadurch in der Entwickelung im allgemeinen und insbesondere in der Menschheitsentwickelung eintritt, daß Menschenwesen und auch andere Wesenheiten sozusagen den rechten Zeitpunkt der Entwickelung nicht abwarten können, zurückbleiben in einer gewissen Verhärtung, und daß andere Wesen sich bis zu dem richtigen Zeitpunkt — wenn wir im groben Sinne sprechen wollen — ihre nötige Weichheit und Bildsamkeit erhalten und dadurch auch die entsprechende Umwandlung beginnen können. Wir haben auch den Zeitpunkt deutlich bezeichnet, wo die eigentliche menschliche Gestaltung eingetreten ist. Das war in der Mitte der atlantischen Zeit, und wir haben darauf hingewiesen, wie in früherer Zeit, namentlich in sehr viel früherer Zeit, das, was der äußere Mensch war, große Beweglichkeit hatte. Wir haben darauf hingewiesen, wie er seine Glieder nicht nur bewegen, sondern durch innerliche Kräfte größer machen konnte und so weiter. Nun wird es für das gewöhnliche Gegenwartsbewußtsein, wie auch schon gestern erwähnt, eine Art Greuel sein, wenn solche Dinge über die frühere Erde und Menschheit gesagt werden. Sie sehen ja auch, selbst hier im Kreise von Schülern der Geisteswissenschaft liegt den Vorträgen das Bestreben zugrunde, gewisse Wahrheiten sehr schonend, nach und nach, in kleinen Dosen zu entwickeln: sie sind dann besser zu verdauen.

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