{"corpus":"steiner","locus":"GA 105/1908-08-11/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Um nun alles das als Vorbedingung zu haben, was wir brauchen, müssen wir zunächst noch einmal einen Blick werfen in den großen Kosmos und dann auf unsere Erde selbst. Es ist Ihnen jetzt klar geworden, daß der Mensch sich im Zusammenhange mit den Tieren entwickelt hat, daß er sie abgestoßen hat, zurückgelassen auf einer früheren Stufe der Entwickelung. Freilich haben wir da einen großen Unterschied in bezug auf die Tiere, es gibt höhere und niedere Tierformen. Wir werden sehen, daß es zwischen den höheren und niederen Tierformen eine gewisse Entwickelungsgrenze gibt, die von Wichtigkeit ist. Wenn wir daran festhalten, daß der Mensch die Tierformen nach und nach in seiner Entwickelung abgestoßen hat, so werden wir uns sagen können: In einer sehr geistigen, fein ätherischen Art war der Mensch schon vorhanden, als Sonne und Erde noch vereinigt waren. Als Sonne und Erde sich trennten, stieß er die Tiere ab, die auf jener Entwickelungsstufe stehengeblieben waren, welche dem Stadium entspricht, da die Sonne noch in der Erde drinnen war. Aus diesen Wesen, die damals als Tierformen sich entwickelten, als die Sonnenwesen noch mit der Erde verbunden waren, sind natürlich im Laufe der Zeiten ganz andere Formen entstanden, denn da haben wir eine lange Nachentwickelung. Aber wenn wir die charakteristische Form nehmen, die wir heute noch haben, die wir etwa vergleichen können mit denen, die stehengeblieben sind beim Abstoßen der Erde von der Sonne, so müssen wir die Fischform nehmen. Es ist sozusagen dasjenige, was übrigblieb, als die Erde allein auf sich angewiesen wurde, was noch den letzten Nachklang der Sonnenkräfte in sich hatte. Halten wir diesen Moment einmal fest. Es waren ganz andere Wesenheiten, vor allen Dingen viel mehr pflanzlicher Natur, aber darauf kommt es hier nicht an. Sie haben mannigfache Schicksale durchgemacht, diese Wesen, die damals vorhanden waren, und die die erste materielle Ausgestaltung der Menschenform darstellten, als die Sonne wegging. Wir könnten sagen: In den Fischen ist uns in der äußeren Welt das erhalten, was uns an unser Hervorgehen aus der physischen Sonne erinnert, was uns daran erinnert, daß wir einst zur Sonne gehört haben. Nun ist die Sonne hinausgegangen und ist draußen außerhalb der Erde. Sie wirkte von außen, auch auf den Erdenmenschen, und es bildete sich immer mehr der Zustand heraus, der ein Wechselzustand im Bewußtsein, ein Wachen und Schlafen ist. Immer mehr bildet sich der Zustand aus, in dem der Mensch mehr verbunden ist mit seinem Ich, auch in bezug auf seine höheren Wesensglieder, auf seinen Äther- und Astralleib; und dieser Zustand wechselt ab mit jenem, wo der Astralleib sich aus seinem physischen Leib herauszieht. Es ist der Zustand, der ja noch heute in dem Wechsel zwischen Wachen und Schlafen erhalten ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-08-11","location":null,"word_count":445,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-11/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-11/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/105/1908-08-11/p010"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}