Siebenter Vortrag

GA 105/1908-08-11/p011 ·1908-08-11 · original (original)
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Nun studieren wir einmal diesen Wechselzustand. Wir kennen ihn alle, denn er gehört zu den elementarsten Dingen. Wir wissen, daß der Mensch, wenn er wach ist, einen regelmäßigen Zusammenhang hat zwischen physischem, Atherleib, Astralleib und Ich; wenn er einschläft, rückt aus dem physischen und Ätherleibe heraus der Astralleib und das Ich. Damals, in alten Zeiten, war das Ich noch nicht vorhanden, dafür ging ein Teil des ÄAtherleibes mit hinaus; es ist also trotzdem dieser Zustand mit dem Schlafzustand zu vergleichen. Nun müssen wir uns klar sein darüber, daß dadurch, daß der Mensch den physischen und den Ätherleib zurückläßt im Bette, er eigentlich diesem physischen und Atherleib den Wert einer Pflanze verleiht. Die Pflanze hat ein Schlafbewußtsein, der physische und der Ätherleib des Menschen im Schlafe auch. Aber heute hat auch der Astralleib und das Ich beim normalen Menschen während des Schlafes eine Art von Pflanzenbewußtsein, denn er hat auch kein Bewußtsein von seiner Umgebung. Das war anders in den alten Zeiten; damals, wenn er herausrückte, hatte er ein dämmerhaftes Bewußtsein von dem Geistigen, was draußen vorging. Und jetzt können wir uns von einer anderen Tatsache eine Vorstellung machen, von einer wichtigen Tatsache, die daraus hervorging, daß die Erde sich von der Sonne trennte. Bevor dies geschehen war, stand der ganze Mensch hinsichtlich seines physischen, Atherleibes und Astralleibes unter dem Einfluß, unter der Herrschaft der materiellen und geistigen Sonnenkräfte. Jetzt hing es von der Sonnenstellung ab, ob der Mensch in bezug auf seinen physischen, Äther- und Astralleib unter dem Einfluß der Sonne war, die ihn direkt beschien. Wir fragen uns aber jetzt: Gibt es in dieser Zeit nicht noch einen anderen Einfluß der Sonne? - Damals, als noch kein physisches Auge die Sonne hätte sehen können, als sie noch nicht die dichte Atmosphäre durchdrang, da empfingen der Ätherleib und der Astralleib, wenn sie draußen aus dem physischen Leibe waren, wichtige Einflüsse der geistigen Kräfte, die von der Sonne ausgingen. Wahrnehmen konnte der Mensch diese Einflüsse nicht, denn er war noch nicht reif dazu. Und dann später trat diese Möglichkeit ein dadurch, daß der Mensch eine Kraft empfing, die ihn fähig machte, wahrnehmen zu können, was geistig von der Sonne ausging.

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Cite: GA 105/1908-08-11/p011 · edition original