Neunter Vortrag

GA 105/1908-08-13/p010 ·1908-08-13 · original (original)
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Nun verstand man immer mit Recht unter der Einweihung, daß der Mensch schon während des Lebens erfahren kann, was er normalerweise erst nach dem Tode erfährt: die unmittelbar erlebte Gemeinschaft mit der geistigen Welt. Wie der Krieger die Begegnung mit der Walküre erst auf dem Schlachtfelde erlebte, so war es klar, daß derjenige, der die Einweihung suchte, diese Begegnung schon im physischen Leben erleben mußte. Und als der letzte der Einweihungshelden galt innerhalb eines Teiles von Europa Siegfried, der sich in der Siegfriedgestalt erhalten hat. Daher erzählt die Sage, daß er sich mit der Walküre während des Lebens verbindet, wie der Krieger es auf dem Schlachtfelde tut. So sehen wir, wie für den einzelnen Menschen im Kleinen alles zusammenstimmt, was im Großen für das Prinzip der Einweihung gilt.

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