{"corpus":"steiner","locus":"GA 105/1908-08-14/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sie wissen alle, daß die einzelnen Teile des physischen Leibes den menschlichen Wesensgliedern entsprechen: der physische Leib entspricht sich selbst, das Drüsensystem entspricht dem Ätherleib, das Nervensystem dem Astralleib, das Blutsystem dem Ich. Außerlich physisch schlug das Ich in die Menschheit dadurch ein, daß die Menschen physisch immer mehr und mehr mit dem Blute begabt wurden, und dadurch wurde der Mensch immer mehr fähig, sich in die physische Welt, in das Materielle hinunterzubegeben, daß die Welt des Blutes immer stärker und stärker wurde. Es mußte ein Zeitpunkt kommen, wo das überschüssige Blut geopfert werden mußte. So horribel es auch für den Chemiker erscheinen mag, es ist doch wahr, daß das überschüssige Ich, jenes Ich, welches die Menschheit ganz und gar hineingebracht hätte in den Krieg aller gegen alle durch das Überhandnehmen des Egoismus, daß jenes überschüssige Blut abgeflossen ist durch die Wunden des Erlösers auf Golgatha. In demselben Augenblick, da die Wunden des Erlösers flossen, in demselben Augenblick war in der Menschheit der Keim gelegt, sich wieder zu erheben aus dem Orte, wohin sie tief hinuntergesunken war. Wären die Menschen damals schon, in der mittelatlantischen Zeit, umgekehrt, dann wären sie niemals zur vollen Selbständigkeit gelangt. Sie mußten den physischen Plan erobern. Dann aber war auf diesem physischen Plane ein um so stärkerer Impuls nötig, und dieser Impuls kam durch den Christus. Und weil er stärker war, konnte er nicht nur die Menschheit aus der Gesunkenheit heraufführen, sondern noch etwas anderes, Wichtiges ist dadurch geschehen! Ein Stück Welt ist erobert worden durch den Menschen, das eingefügt wird den geistigen Welten, das zurückgetragen wird zu den geistigen Welten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-08-14","location":null,"word_count":266,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-14/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/105/1908-08-14/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/105/1908-08-14/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}