Elfter Vortrag

GA 105/1908-08-16/p007 ·1908-08-16 · original (original)
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Wenn man heute von Rassen spricht, bezeichnet man etwas, was nicht mehr ganz richtig ist; auch in theosophischen Handbüchern werden hier große Fehler gemacht. Man spricht davon, daß unsere Entwickelung sich so vollzieht, daß Runden, und in jeder Runde Globen, und in jedem Globus Rassen sich hintereinander entwickeln, so daß wir also in allen Epochen der Erdevolution Rassen haben würden. Das ist aber nicht so. Es hat zum Beispiel schon gegenüber der heutigen Menschheit keinen rechten Sinn mehr, von einer bloßen Rassenentwikkelung zu sprechen. Von einer solchen Rassenentwickelung im wahren Sinne des Wortes können wir nur während der atlantischen Entwickelung sprechen. Da waren wirklich in den sieben entsprechenden Perioden die Menschen nach äußeren Physiognomien so sehr voneinander verschieden, daß man von anderen Gestalten sprechen konnte. Aber während es richtig ist, daß sich daraus die Rassen herausgebildet haben, ist esschon für die rückliegende lemurische Zeit nicht mehr richtig, von Rassen zu sprechen; und in unserer Zeit wird der Rassenbegriff in einer gewissen Weise verschwinden, da wird aller von früher her gebliebene Unterschied nach und nach verwischt. So daß alles, was in bezug auf Menschenrassen heute existiert, Überbleibsel aus der Differenzierung sind, die sich in der atlantischen Zeit herausgebildet hat. Wir können noch von Rassen sprechen, aber nur in einem solchen Sinne, daß der eigentliche Rassenbegriff seine Bedeutung verliert. Was aber wird dann für ein Begriff an die Stelle des heutigen Rassenbegriffs treten?

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