Elfter Vortrag

GA 105/1908-08-16/p015 ·1908-08-16 · original (original)
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Aber es ist auch schon ein starker Impuls wieder da, der wiederum eine Erinnerung alter ägyptischer Gedankeneinflüsse darstellt. Wir sehen, wie sich wiederum Geister finden, die nun einen Zusammenfluß von Glauben und Wissen suchen, die in einer wissenschaftlichen Vertiefung wiederum das Göttliche zu erkennen suchen, und die da suchen, in dem Gott alles so klar und sicher zu erfassen, daß es wieder wissenschaftlicher Gedankenform zugänglich ist. Ein Typus eines solchen Denkens und Anschauens ist Goethe, bei dem tatsächlich Religion, Kunst und Wissenschaft in eines zusammenfließen, der ebenso dem griechischen Kunstwerke gegenüber Religion empfindet, wie er eine Summe von Pflanzenformen durchforscht, um den großen Gedanken der Gottheit wieder manifestiert zu finden im äußeren Ausdruck.

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