Sechster Vortrag

GA 106/1908-09-08/p003 ·1908-09-08 · original (original)
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Mancher von Ihnen wird wohl beim Nachdenken über die in den letzten Tagen angestellten Betrachtungen über die Entwickelung unserer Erde und auch im weiteren Sinne des Sonnensystems im Zusammenhang mit dem Menschen einem ihm sonderbar erscheinenden Widerspruch begegnet sein mit vielen liebgewonnenen Vorstellungen des Lebens. Mancher wird sich gesagt haben: Nun haben wir da gestern gehört, die schlechtesten Kräfte in der Evolution seien gebunden an den Mond, und erst in dem Momente, als der Mond sich trennte von der Erde, seien mit ihm die schlechtesten Kräfte herausgegangen, und es sei erst dadurch ein solcher Zustand der Erde übriggeblieben, daß der Mensch seine Evolution finden konnte. — Das alles haben wir nun gehört, wo aber bleibt alle Romantik des Mondes? Alle jene Poesie, die doch aus wahren Empfindungen entsprang, die sich bezieht auf alle die wunderbaren Wirkungen des Mondes auf den Menschen?

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