Sechster Vortrag
Dieser Widerspruch ist nur ein scheinbarer, und er löst sich, wenn wir die Tatsachen nicht einseitig betrachten, sondern wenn wir die ganze Summe der Tatsachen vor unsere Seele stellen. Wenn wir allerdings heute den Mond auf seine physische Masse prüften, so würden wir finden, daß diese ungeeignet erscheinen würde, solches Leben, wie wir es jetzt auf der Erde haben, auf sich zu haben. Zugleich aber müssen wir auch sagen, daß auch alles das, was als Ätherisches mit dem Monde und seinen physischen Substanzen verknüpft ist, zu einem großen Teil auch solcherart ist, daß es sich als etwas sehr Minderwertiges, als dekadent ausnimmt gegenüber dem, was als Ätherisches in unserer eigenen Körperlichkeit ruht. Und wenn wir erst dasjenige, was bei den einzelnen Mondwesen — von denen wir durchaus sprechen können - als Astralisches in Betracht kommt, hellsehend betrachten würden, so würden wir uns überzeugen können, daß gegenüber dem Schlimmsten, was auf unserer Erde an niederen Gefühlen vorhanden ist, daß dem gegenüber unzählig Schlechteres und Minderwertigeres auf dem Monde ist. So dürfen wir also sowohl in bezug auf das Astralische, als auch auf das Ätherische, als auch auf das Physische des Mondes sprechen von Wesen, von Elementen, die ausgeschieden werden mußten, damit unsere Erde ihren Weg frei von schädlichen Einflüssen gehen konnte.
Cite:
GA 106/1908-09-08/p004 · edition original