Siebenter Vortrag

GA 106/1908-09-09/p008 ·1908-09-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wir wollen das wiederholen, wovon in den letzten Vorträgen schon gesprochen worden ist, daß, als die Erde im Beginne ihrer Entwickelung war, sie sozusagen ganz aus lauter Menschenkeimen bestand, die den Erdenurnebel bildeten. Sowohl der indische als auch der ägyptische Hellseher konnte geistig heraussprießen sehen aus diesem geistigen Menschenkeim die ganze spätere Menschengestalt. Alles das, was später aus diesem Menschenkeim geworden ist, konnte man dazumal hellseherisch schauen. Aber man konnte auch zurückschauen auf das, was zunächst vom Menschen, aus dem Menschenkeim heraus entstanden ist. Das erste, was aus diesem Menschenkeim heraus entstand, als die Sonne noch lange mit der Erde verbunden war, das war in der Tat wie eine Art Pflanze, die den Kelch wie nach oben öffnete. Diese Formen erfüllten sozusagen die ganze Erde, indem sie sich aus jenem Urnebel heraus bildeten. Aber in der allerersten Zeit, in der das entstand, wie eine Blütenkrone sich in den Weltenraum eröffnend, in der allerersten Zeit war diese Krone kaum sichtbar; man hätte sie nur so wahrnehmen können, daß man ihre Nähe gespürt haben würde wie einen kelchartigen Wärmekörper. Es war also zunächst ein Wärmekörper da. Noch als die Erde mit der Sonne verbunden war, fing das Innere dieses Menschengebildes an aufzuleuchten, und es strahlte Lichtstrahlen in den Weltenraum.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/106/1908-09-09/p008.json
Cite: GA 106/1908-09-09/p008 · edition original