Siebenter Vortrag
Wenn man dazumal als ein mit heutigen Augen sehendes Wesen wahrgenommen hätte, und sich einer solchen Leuchtform genähert hätte, so würde man etwas wie eine funkelnde, leuchtende Kugel, wie eine glitzernde Sonne, welche in glimmernden Strahlen in den Weltenraum funkelte, in regelmäßiger Gestalt gesehen haben. Kaum wird jemand heute noch ein klares Bild sich machen können von dem, was dazumal war. Er würde das nur können, wenn er dächte, daß unsere Erde bei ganz reiner Luft von lauter Leuchtkäferchen erfüllt wäre und diese ihr Licht hinaussendeten in den Weltenraum. So etwa würde der erste Ansatz vom Menschen in den Weltenraum geleuchtet haben, als die Erde noch mit der Sonne verbunden war. Und nicht nur das war vorhanden, sondern in derselben Zeit ungefähr gliederte sich außen um dieses Kelchgebilde eine Art Gaskörper. Es waren darin viele Substanzen aufgelöst, so wie heute auch im Tier- und Menschenleibe sich flüssige und feste Substanzen finden, die damals aber luftförmig waren. Bald aber, nachdem dies entstanden war, kamen aus der gemeinschaftlichen Erdenmasse auch noch andere Keime heraus, Keime, welche die erste Anlage wurden zu unserem heutigen Tierreiche. Das Menschenreich war also das erste, dann kamen die Keime, die die Anlage zum Tierreich wurden. Natürlich bestand noch die ganze Erde aus einer Luftmasse, aus leuchtenden und Licht aussendenden Körpern, die in den Weltenraum hineinleuchteten. Innerhalb dieser Luftmasse kam auch die erste Anlage geschlechtsloser Tiere heraus, welche auf der untersten Stufe des heutigen Tierreiches dazumal standen, und wir werden sehen, daß diese Tiere, die jetzt in ihrer ersten Anlage entstehen, auch eine gewisse Bedeutung für den Menschen erhalten haben.
Cite:
GA 106/1908-09-09/p009 · edition original