{"corpus":"steiner","locus":"GA 106/1908-09-09/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es entstanden also die ersten Keimanlagen der Tiere, und es ist uns vor allem wichtig, daß diese 'Tiere, die da entstanden, die allerdichtesten Gasmassen waren, wie dichte Gaseinschlüsse waren. Diese Tiere entwickelten sich bis zu einer gewissen Höhe herauf durch die verschiedensten Formen; und als die Sonne eben herausgegangen war aus der Erde, da war die höchste Tierform die Fischform, aber nicht die heutige Fischform. Die Form der damaligen Tiere war eine ganz andere als die der heutigen Fische, aber sie stand auf der betreffenden Stufe der Fische. Diese haben in der Erdenentwickelung das zurückzubehalten in sich, was man werden konnte, als die Sonne noch in der Erde war. Die Erde verdichtete sich nun zu der Wassererde, und die dichtesten Gebilde, die Tiere, schwammen in dieser Wassererde. Nun trat etwas sehr Eigentümliches ein. Einige dieser Urfischformen blieben Tiere und kümmerten sich sozusagen nicht um den Fortschritt der Evolution. Einige andere waren da, die erhielten ein gewisses Verhältnis zu den Menschengestalten, und zwar folgendes Verhältnis. In demselben Augenblicke, als die Sonne herausgegangen war aus der Erde, da fing auch die Erde an, sich um ihre Achse zu drehen, so daß sie einmal auf der einen Seite von der Sonne beschienen war, ‚ einmal auf dieser Seite unbeschienen war, so daß Tag und Nacht entstand. Dazumal aber waren die Tage und Nächte wesentlich länger als heute. In der Zeit, als der Mond noch nicht abgespalten war, da gliederte sich jedesmal, wenn ein solches Menschengebilde, das damals wesentlich verdichtet worden war, auf der Sonnenseite war, an diese Gasmasse etwas von einer solchen Tierform unten in der Wassererde an. Es verband sich Mensch- und Tierform so, daß wir oben die Menschenform haben und nach unten die Tierform; so also, daß hinausragte der Sonne zu der obere Teil, der nach unten immer schwächer wurde und an den sich der Tierleib angliederte. Wir haben also dieses Hinausragen des oberen Teiles über die Wassererde; und dadurch, daß die Sonnenwirkung durch den Blütenmenschen geht, wirkt sie auf die inneren Erden- und Mondenkräfte. Weil hier eine Tierform angegliedert wurde an den Menschenleib, die auf der Höhe der Fischstufe stand, sagte man, die Sonne, die den Menschenleib beschien, stehe im Zeichen der Fische. Nun fiel ja in der Tat die erste Andeutung dieser Bildung zusammen damit, daß die Sonne auch am Himmelsgewölbe im Zeichen der Fische stand, aber sie ging noch oft hindurch durch dieses Sternbild, bis sich das nächste bildete. Jedoch der Ausgangspunkt zu dieser Bildung war der Zeitpunkt, in dem die Sonne auch am Himmel im Tierkreisbilde der Fische stand. Und von da aus, daß die Wesen auf der Fischstufe sich damals angliederten an den Menschen, bekam das Sternbild den Namen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-09-09","location":null,"word_count":443,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-09/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-09/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/106/1908-09-09/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}