Siebenter Vortrag

GA 106/1908-09-09/p014 ·1908-09-09 · original (original)
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Wir wollen ein Bild davon geben, wie der Mensch aussah, als die Tierheit dem Schützen entsprach. Da war der Mensch ein Tier, das sich zum ersten Male bewegen konnte auf den Inseln, die sich aus dem Wasser bildeten. Nach oben wurde der Mensch immer feiner, zuoberst blieb tatsächlich die Blütengestalt. Die Gestalt blieb oben erleuchtet von einem Organ, das er wie eine Art Laterne auf dem Kopfe trug. Man würde sich die damalige Gestalt des Menschen richtig vorstellen, wenn man sie sich oben als ätherisch, unten als tierähnlich vorstellte. In älteren Abbildungen des Tierkreises sieht man noch das Zeichen des Schützen unten als Tierform, oben als Menschenform. Diese Zeichen sind etwas, was wiedergibt die Entwickelungshöhe, auf der der Mensch stand, ebenso wie der Kentaur wiedergibt eine wirkliche Entwickelungsstufe des Menschen: nach unten Pferd, nach oben Mensch. Das Pferd müssen wir nur nicht wörtlich nehmen, sondern als Repräsentant der Tierheit. Das war das Kunstprinzip in früheren Zeiten; da hat man sich das, was man kunstmäßig bilden wollte, von Hellsehern beschreiben lassen oder selbst gesehen. Auch waren Künstler selbst Eingeweihte. Man sagt, Homer war ein blinder Seher, das heißt, daß er ein Hellseher war. Er konnte zurückschauen in die Akasha-Chronik. Der blinde Seher Homer war viel sehender, im geistigen Sinne, als die übrigen Griechen.

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