Siebenter Vortrag

GA 106/1908-09-09/p016 ·1908-09-09 · original (original)
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Dann begann die Zeit, in der sich eingliederten durch die Kräfte des Mondes längs derjenigen Gegend, die das Rückgrat ausmacht, die Nervenstränge. Die Bildung über dem Rückgrat, die heutige Kopfgegend, war auch verdichtet worden und hatte sich umgebildet zum menschlichen Gehirn: das war das ganz umgebildete Leuchtorgan. Daran gliederte sich das Rückgrat, von dem die Nervenstränge ausgingen, und an dieses gliederte sich der niedere Mensch, wie er beschrieben worden ist. Das zeigte sich dem ägyptischen Schüler, und es wurde ihm klar, daß, welche Wesenheit auch immer sich verkörpern wollte auf der Erde, sie die entsprechende Menschengestalt annehmen mußte. Osiris hat als Geist oft die Erde besucht und sich als Mensch verkörpert. Die Menschen empfanden dann: Ein Gott ist herabgekommen — aber er hatte dann Menschengestalt. Jede hohe Wesenheit, die die Erde besuchte, war in der Gestalt, die der Mensch jeweilig hatte. Damals war die Menschengestalt so beschaffen, daß man noch jenen Leuchtkörper sah, jenen merkwürdigen Kopfschmuck, die Laterne des Osiris, die bildlich als das merkwürdige Polyphemauge bezeichnet worden ist. Das ist jenes Organ, jene Laterne, die erst außerhalb des Menschenleibes war, die dann zu einem inneren Organ im Gehirn sich umbildete. Alles in der ursprünglichen Kunst ist Symbol für tatsächliche Gestalten.

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Cite: GA 106/1908-09-09/p016 · edition original