Siebenter Vortrag

GA 106/1908-09-09/p019 ·1908-09-09 · original (original)
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Und nun nehmen wir uns skizzenhaft diese Gestaltung heraus. Denken wir uns das Gehirn schematisch gezeichnet: das setzt sich fort ins Rückenmark, da greifen ein die achtundzwanzig Hände des Osiris, da spielt der Osiris mit seinen achtundzwanzig Armen in dem, was als Rückenmark vom Gehirn sich herunterzieht, wie auf einer Leier. Die Griechen gaben davon ein bedeutungsvolles Bild: das ist die Leier des Apollo. Man braucht sich das bloß umgekehrt zu denken. Die Leier ist das Gehirn, die Nerven sind die Saiten, in welche die Hände des Apollo eingriffen. Apollo spielt auf der Weltenleier, auf dem großen Kunstwerke, das der Kosmos gebildet hat, und läßt im Menschen erklingen die Töne, die sein Seelenleben ausmachen. Das war für die eleusinischen Eingeweihten das, was die Ägypter in ihren Bildern gegeben haben.

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