Achter Vortrag

GA 106/1908-09-10/p022 ·1908-09-10 · original (original)
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So blicken wir in eine Zeit, in der die menschliche Natur noch eine Einheit war, wo jeder Mensch jungfräulich gebärend war. Diese Stufe der Menschheitsentwickelung stellt uns die ägyptische Tradition aus dem Schauen der Eingeweihten heraus dar. Ich habe schon darauf hinweisen können, daß die älteren Darstellungen der Isis folgende sind: Isis nährt den Horus, hinter ihr aber steht noch eine zweite Isis mit Geierflügeln, eine Isis, die dem Horus das Henkelkreuz reicht, zur Hindeutung darauf, daß der Mensch aus einer Zeit stammt, als diese Typen noch getrennt waren, so daß später in den Menschen auch die andere astralische Wesenheit eingetaucht ist. Diese zweite Isis deutet darauf hin, wie einstmals das astralische Element vorherrschte. Das, was später mit der Menschenform vereinigt ist, wird uns hier dargestellt hinter der Mutter als die Astralgestalt, die Geierflügel gehabt haben würde, wenn sie nur der Astralität gefolgt wäre. Die Zeit aber, in der der Ätherleib überwog, wird dahinter, in einer dritten, löwenköpfigen Isis dargestellt. Diese dreifache Isis wird uns so aus tiefem Schauen heraus dargeboten.

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Cite: GA 106/1908-09-10/p022 · edition original