{"corpus":"steiner","locus":"GA 106/1908-09-12/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der ägyptische Eingeweihte führte seinen Schüler bis zu der Stufe, wo er begreifen konnte die Ich-Entwickelung des Menschen. Ein solches Bild sollte seinen Geist formen. Die Tatsachen aber sollte der Schüler nicht mit groben Fäusten anfassen, sondern das Bild sollte licht und lebendig vor ihm stehen, und der ägyptische Eingeweihte wollte nicht banale, trockene Begriffe hineinpressen in Wahrheiten, sondern etwas in Bildern darstellen, was er geben konnte. Vieles hat bei der Prometheussage die Dichtung getan, hat verschönert und hat verziert, und wir dürfen nicht mehr hineinlegen, als die okkulten Tatsachen sind, und dem nur künstlerischen Tun seine feinen Gestaltungskräfte lassen. Nun wollen wir noch auf etwas anderes hindeuten. Der Mensch, als er auf der Erde ankam, war noch nicht Ich-begabt. Bevor das Ich in den Astralleib hineingeheimnißt worden ist, hatten andere Kräfte von dem Astralleib Besitz. Dann ist der lichtflüssige Astralleib durchzogen worden von dem Ich. Bevor das Ich darinnen war, waren die astralen Kräfte von den göttlich-geistigen Wesen von außen hineingesendet worden in den Menschen. Der Astralleib war auch da, aber durchglüht von göttlich-geistigen Wesen. Rein und hell war der Astralleib und umfloß dasjenige, was als physischer und Ätherleib als Anlage da war. Er umfloß und durchfloß es; rein war der Fluß des Astralleibes. Mit dem Eintritt des Ich aber war der Egoismus hineingetreten, und verdunkelt war der Astralleib worden, verloren war der reine Goldfluß des Astralleibes, immer mehr war er verloren, bis der Mensch heruntergestiegen war auf den tiefsten Punkt des physischen Planes in der griechisch-lateinischen Zeit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-09-12","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-12/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-12/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/106/1908-09-12/p030","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}