Elfter Vortrag
So war dem Menschen Kunde geworden von demjenigen, was man erlebte in der geistigen Welt, als der Mensch noch nicht so tief heruntergestiegen war auf den physischen Plan. Da war der Einzuweihende bekanntgeworden mit der wahren Gestalt des Osiris, der Isis und des Horus. Dasjenige, was Mythe war, sah der Eingeweihte während dieses Ganges in die geistige Welt. Das vermochte er den anderen Menschen nun zu sagen, indem er es in die Mythen und Sagen kleidete. Er sah das alles; er sah, wie eigenartig die Wirkungen des Ösiris sich gestaltet hatten, als der Mond von der Erde sich getrennt hatte. Er sah das Hervorgehen des Horus aus Isis und Osiris; er sah die vier Menschentypen, den Stiertypus, den Löwentypus, den Adlertypus und den eigentlichen Menschentypus. Er sah auch die Schicksale des Menschen zwischen Tod und einer neuen Geburt. Die Sphinx war ihm als eine wirkliche Gestalt entgegengetreten, er erlebte sie. Er konnte sagen: Oh, ich habe gesehen die Sphinx, den Menschen, wie er noch eine tierähnliche Gestalt hatte, und sein Ätherleib, menschenähnlich, nur herausragte aus dieser tierähnlichen Gestalt. — Die Sphinx ist ein wirkliches Erlebnis gewesen für den Eingeweihten. Er hörte auch die Frage der Sphinx mit ihrem rätselhaften Inhalt. Er sah, wie sich vorbereitete der Menschenleib aus der Tierheit heraus, in einer Zeit, wo der Kopf nur ätherisch angelegt war, der Ätherkopf der Sphinx. Das war eine Wahrheit für den Eingeweihten, aber ebensogut waren auch eine Wahrheit für ihn die älteren Göttergestalten, die sozusagen einen anderen Entwickelungsweg genommen haben.
Cite:
GA 106/1908-09-13/p010 · edition original