Elfter Vortrag
Wir haben gesehen, wie in der Sphinx festgehalten ist das, was die Eingeweihten gesehen haben. Zwar ist das nicht photographisch festgehalten, doch realistisch. Aber die Gestalten wandelten sich ja immer wieder. Die Gestalt der Sphinx gibt im Bilde wieder, wie der Mensch einmal war. Der Mensch hat sich seine heutige Gestalt selbst gestaltet. Wir wissen, daß durch die Evolution auf der Erde verschiedene Tiergestalten abgespalten worden sind. Was ist überhaupt eine Tiergestalt? Es ist eine Gestalt, die stehengeblieben ist, während der Mensch in der Evolution weiterschritt. Wir sehen in ihnen stehengebliebene Stufen der Menschheitsentwickelung, insofern diese Stufen physisch geworden sind. Im Spirituellen hat sich etwas ganz anderes abgespielt. Was der Mensch geistig ist, hat mit den physischen Vorfahren gar nichts zu tun. Nur das Physische hat damit zu tun. Aber der Mensch stammt nicht von den Tieren ab, sondern die Tiergestalten sind stehengeblieben. Beim Menschen aber ist die Gestalt umgewandelt zu einer gewissen Höhe. Die Tiere sind in die Dekadenz gekommene frühere physische Menschengestalten.
Cite:
GA 106/1908-09-13/p014 · edition original