{"corpus":"steiner","locus":"GA 106/1908-09-13/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun hängt das noch mit etwas anderem zusammen. Es hängt zusammen damit, daß, je innerlicher der Mensch wurde, draußen in der Welt auch etwas geschah: daß nach außen dasjenige entstand, was wir als die anderen drei Naturreiche kennen. Die drei Reiche um uns sind erst allmählich entstanden. Zuerst war nur der Mensch vorhanden. Dann gesellte sich dazu das Tierreich, dann das Pflanzenreich und dann erst das Mineralreich. Wenn wir auf die Urerde zurückblicken würden, als die Sonne noch mit ihr vereinigt war, wir würden einen Menschen finden, in dem noch alle Stoffe der physischen Welt einund ausgehen. Da lebte der Mensch noch im Schoße der Götter, da verträgt der Mensch sozusagen noch alles. Dann mußte er zurücklassen dasjenige, was als Tierreich abgesetzt ist. Würde er das mitgenommen haben, dann hätte er sich überhaupt nicht höher entwickeln können. Er mußte das Tierreich und später auch die Pflanzen herausstoßen. Was draußen in den Tieren und Pflanzen ist, ist nichts anderes als Temperamente, Leidenschaften, gewisse Eigenschaften der Menschen, die sie heraussetzen mußten. Und als der Mensch seine Knochen bildete, setzte er heraus die mineralische Welt. Der Mensch konnte nach einiger Zeit schauen auf die Umgebung und sagen: Früher konnte ich euch vertragen, früher zogt ihr in mir ein und aus, wie jetzt die Luft. Als ich noch lebte in der Wassererde, da konnte ich euch vertragen, ich verarbeitete euch. Jetzt seid ihr draußen, ich kann euch nicht mehr vertragen, nicht mehr verarbeiten. — Als den Menschen die Haut umschloß, als er ein abgeschlossenes Sonderwesen wurde, sah er in demselben Maße um sich herum die Reiche.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1908-09-13","location":null,"word_count":262,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-13/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/106/1908-09-13/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/106/1908-09-13/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}