Elfter Vortrag

GA 106/1908-09-13/p024 ·1908-09-13 · original (original)
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In der Zeit, als die ägyptischen Eingeweihten zurückschauen konnten auf den ganzen Verlauf der Weltentwickelung, da haben sie genau gewußt, wie die einzelnen Organe des menschlichen Körpers mit den Stoffen draußen korrespondierten, welche Pflanzen, welche Metalle dem Kranken eingeflößt werden mußten, und es wird einmal ein gewaltiger Schatz okkulter Weisheit gehoben werden auf dem Gebiete der Medizin, den die Menschheit früher gehabt hat. Heute wird nicht nur viel gepfuscht auf dem Felde der Medizin, sondern auch da sehr viel verfehlt, wo in einseitiger Weise dem oder jenem besondere Heilkräfte zugeschrieben werden. Der wahre Okkultist wird nie einseitig sein. Wie oft kommt es vor, daß man Bestrebungen abschütteln muß, die einen Kompromiß bilden wollen mit der Geisteswissenschaft. Die Geisteswissenschaft kann nicht eine einseitige Methode unterstützen, sie will vielmehr die Allseitigkeit der Forschung begründen. Es ist einseitig zu sagen: Weg mit allen Giften! — Solche, die das sagen, kennen nicht die wahren Heilkräfte. Natürlich wird heute Unfug getrieben, denn die Fachleute können meist nicht die ganzen Zusammenhänge dutchschauen. Und eine gewisse Tyrannis in der medizinischen Wissenschaft schließt das aus, was vom Okkultismus ausgehen kann. Wenn man keine Feldzüge gegen die ältesten Gebiete der Medizin führen würde, gegen die Metalleinlößung, dann könnte eine Reform eintreten. Mit der modernen Experimentiererei wird nichts gefunden, was wirklich standhält gegenüber den altbewährten Heilmitteln, die nur laienhafter Unverstand so schroff bekämpfen kann, wie das oftmals geschieht. Gerade die alten ägyptischen Eingeweihten waren groß in diesen Geheimnissen. Sie konnten einen Einblick bekommen in wirkliche Zusammenhänge der Entwickelung. Und wenn heute gewisse Mediziner in einem gewissen herablassenden Tone von der ägyptischen Heilkunde sprechen, so kann man sehr bald an diesem Tone bemerken, daß sie gerade nichts davon wissen. Hiermit ist einiges angedeutet, was man von der ägyptischen Einweihung wissen muß.

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