Elfter Vortrag

GA 106/1908-09-13/p027 ·1908-09-13 · original (original)
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Wir erinnern uns an die Tatsache, daß der äußere physische Ausdruck für das Ich das Blut ist. Dasjenige, was physisch in den Kräften des Blutes wirkt, das ist der physische Ausdruck des Ich. Nun war im Laufe der Evolution ein zu starkes Maß von Egoismus gekommen, das heißt, daß sich die Ichheit zu stark einprägte dem Blute. Und dieses «Zuviel» an Egoismus, das muß aus der Menschheit wieder heraus, wenn der Menschheit die Spiritualität wiedergegeben werden soll. Auf Golgatha ist der Impuls gegeben worden zu dieser Herausbeförderung des Egoismus. Und in demselben Augenblicke, in welchem das Blut des Erlösers rann auf Golgatha, in demselben Augenblicke gingen noch andere Vorgänge vor sich in der geistigen Welt. Das Blut des Erlösers rann herab in der materiellen Welt, in die geistige Welt aber ging hinüber, was zuviel an überschüssigem Egoismus da war. Der überschüssige Egoismus mußte aus der Welt schwinden, und auf Golgatha wurde dazu der Impuls gegeben. Dazu kommt, daß an Stelle des Egoismus in die jetzige Menschheit tritt die allgemeine Menschenliebe.

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