Zweiter Vortrag
Anders ist es, wenn wir im allgemeinen jene Astralität im Umkreis unserer Erde betrachten, welche dem Tierischen angehört, die das Tierische hervorruft. Was Pflanzenseelenhaftigkeit ist, würde als solche noch nicht tierisches Leben hervorrufen können. Zum Tierischen ist notwendig, daß noch andere Kräfte das Astralische durchziehen, so daß der okkulte Forscher, wenn er bloß im Astralischen bleibt, unterscheiden kann, ob irgendeine astralische Substantialität zum pflanzlichen Wachstum oder zum tierischen Wachstum Veranlassung geben wird. Das kann man in der astralischen Sphäre unterscheiden. Denn alles, was nur Kräfte zeigt, die dem Mittelpunkt der Erde oder eines andern Planeten zustreben, wird Veranlassung geben zum Pflanzenwachstum. Wenn dagegen Kräfte auftreten, die zwar senkrecht darauf stehen, aber wie fortwährende Kreisbewegungen mit außerordentlicher Beweglichkeit in jeder Richtung um den ganzen Planeten herumgehen, dann ist das eine andere Substantialität, die Veranlassung gibt zum tierischen Leben. In jedem Punkt, wo Sie Beobachtungen anstellen, finden Sie, daß die Erde in jeder Lage und in jeder Richtung und Höhe umzogen wird von Strömungen, die, wenn man ihre Richtung fortsetzt, Kreise bilden, welche die Erde umflieRen. Diese Astralität verträgt sich ganz gut mit der Pflanzenastralität. Beide durchdringen einander und sind doch innerlich gesondert. Sie unterscheiden sich aber durch ihre inneren Eigenschaften. Es können also durchaus an einem und demselben Orte der Erdoberfläche beide Arten von Astralität durcheinanderströmen. Da findet der Hellseher, wenn er einen bestimmten Raumesteil prüft, Kräfte, die nur dem Mittelpunkt der Erde zustreben; sie werden durchsetzt von andern Kräften, die nur umkreisende sind, und der Hellseher weiß dann: Diese enthalten die Veranlassung zum tierischen Leben.
Cite:
GA 107/1908-10-21/p011 · edition original