Sechster Vortrag

GA 107/1908-10-29/p006 ·1908-10-29 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wir versetzen uns einmal so recht anschaulich in frühe Zeiten des lemurischen Lebens zurück. Die Seelen, die heute in menschlichen Leibern verkörpert sind, waren da noch nicht bis zu den physischen Körpern heruntergestiegen; sie hatten noch gar nicht die Tendenz dazu, sich mit physischer Materie zu verbinden. Auch die Körper, die später Menschenkörper werden sollten, sind noch sehr, sehr tierähnlich. Auf Erden sind die groteskesten physischen Wesenheiten, die sich selbst noch grotesk ausnehmen würden gegenüber dem, was wir heute die groteskesten Tiere nennen. Alles war noch in einer weichen, schlüpfrigen Materie, wässerig oder feurig siedend, sowohl die Menschen wie auch die Umgebung. Es waren natürlich schon unter diesen grotesken Gestalten die Vorfahren des physischen Menschenkörpers, aber diese waren nicht in Besitz genommen von den Ichs. Tatsächlich lebten die vier Gruppenseelen, die wir charakterisiert haben, schon als vier Gruppenseelen vor dem Einzug des Geistigen in die physische Organisation, so daß vier Ichs warteten auf ihre Verkörperung, solche Ichs, die veranlagt waren zu ganz besonderen Gestalten, die sich da unten befanden. Die einen waren veranlagt, zu den Organisationen sich hinzuziehen, die schon in physischer Form in ganz bestimmten Gestalten vorhanden waren, die anderen wieder zu anderen; die Gestalten, die unten waren, mußten in ihren Formen in gewisser Weise entsprechen den Arten der Ichs, die da warteten. Es waren Formen vorhanden, die besonders geeignet waren, die Löwen-Ichs zu empfangen, andere die Stier-Ichs und so weiter. Das war in einer sehr frühen Zeit der Erdentwicklung. Nun denken Sie sich, die Gruppenseele, die wir Stierseele genannt haben, zieht sich zu ganz bestimmten Formen, die da unten sind. Diese schauen in einer bestimmten Weise aus; ebenso wurde die Löwenseele zu besonderen Formen hingezogen. Also zeigt uns auch das Physische auf Erden ein vierfaches Bild. Die eine Gruppe entwickelt besonders stark die Organe, deren Funktionen mehr mit den Funktionen des Herzens übereinkamen; sie waren einseitig auf das Herz hin organisiert; ein besonders aggressives, mutvolles, angreifendes Element war in ihnen. Sie sind mutvoll, wollen sich Geltung verschaffen, wollen die anderen überwinden, sind sozusagen schon Eroberer, geborene Eroberernaturen, schon in der Gestalt. Das sind solche, bei denen das Herz, der Sitz des Ichs, stark gemacht worden ist. Bei anderen sind die Organe der Verdauung, der Ernährung, der Fortpflanzung besonders entwickelt; bei der dritten Gruppe besonders die Bewegungsorgang; bei der vierten Gruppe aber sind gleichmäßig die Sachen verteilt, sowohl das Mutvolle, Aggressive wie das Ruhige, das durch die Ausbildung der Verdauungsorgane hineinkommt; beides wurde ausgebildet. Die Gruppe, bei der das Aggressive, das zu der Organisation des Herzens gehört, ausgebildet wurde, das waren die Menschen, deren Gruppenseelen zu den Löwen gehörten; die zweite Gruppe war die des Stieres, die dritte Gruppe, die mit dem beweglichen Element, das nicht viel vom Irdischen wissen will, gehört zur Gruppenseele des Adlers. Es sind die, die sich erheben können über das Irdische. Und die, bei denen die Dinge sich im Gleichgewicht hielten, gehörten zur Gruppenseele des «Menschen». So haben wir förmlich im Physischen die Projektion der vier Gruppenseelen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/107/1908-10-29/p006.json
Cite: GA 107/1908-10-29/p006 · edition original