Sechster Vortrag

GA 107/1908-10-29/p010 ·1908-10-29 · original (original)
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Das Geistige im Menschen hat einen gemeinsamen Ursprung, ist neutral, ging erst in den physischen Leib hinein, als sich die Geschlechter schon differenziert hatten; da wurde erst das Geistige in Angriff genommen, da erst der Kopf verhärtet. Da erst verband sich der Ätherleib des Kopfes mit dem physischen Leib, dem war es ganz einerlei, ob er auf einem Männer- oder Frauenleib sich aufsetzte, da sind beide Geschlechter gleich. Wir müssen sagen, es hat die Frau durch ihre Entwicklung, solange wir absehen von dem, was überhaupt über die Differenzierung hinausgeht, in ihrer Natur etwas Löwenartiges. Dieses verborgene Mutvolle wird man schon finden. Die Frau kann den Mut der Innerlichkeit zum Beispiel im Kriege, in der Krankenpflege, für gewisse Dienste der Menschheit entwikkeln. Der männliche physische Leib hat dasjenige, was wir im echten Sinne die Stiernatur nennen können. Das hängt damit zusammen, daß der Mann, wie er sonst organisiert ist, mehr die im physischen Schaffen begründete Tätigkeit hat. Okkult betrachtet stellen sich die Dinge durchaus so dar, wenn es auch sehr merkwürdig klingt. Sie sehen also, wie diese Gruppenseelen zusammengewirkt haben. Sie arbeiten so, daß sie ihre Arbeit zusammenlegen, die Löwen- und die Stier-Gruppenseele. Diese göttlichen Wesenheiten wirken zusammen und im heutigen Menschen stecken die Arbeiten der verschiedenen göttlichen Gruppenseelen.

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Cite: GA 107/1908-10-29/p010 · edition original