Zwölfter Vortrag

GA 107/1909-01-01/p012 ·1909-01-01 · original (original)
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Dadurch aber, daß der Mensch diese Entwicklung durchgemacht hatte, konnte in der Mitte der atlantischen Zeit ein anderer Einfluß sich geltend machen, ein Einfluß von einer ganz anderen Seite. Und diesen Einfluß, der sich nunmehr geltend machte, dürfen wir nicht verwechseln mit dem Einfluß Luzifers und seiner Genossen. Wenn auch Luzifer den Menschen erst fähig gemacht hat, diesem anderen Einflusse zu unterliegen, wenn auch Luzifer erst den Menschen dazu gebracht hat, daß sein physischer Leib dichter geworden ist, als er sonst geworden wäre, so mußte doch noch ein anderer Einfluß an den Menschen herantreten, um den Menschen der physisch-sinnlichen Welt ganz zuzuführen, um die Welt der geistigen Wesenheiten vor dem Menschen ganz zuzusperren, ganz zuzuschließen, so daß der Mensch zu der Illusion geführt wurde: Es gibt keine andere Welt als die Welt des physisch-sinnlichen Daseins, die sich vor mir ausbreitet! Es trat ein ganz anderer Gegner seit der Mitte der atlantischen Zeit an den Menschen heran, als Luzifer es ist, derjenige Gegner, der sozusagen des Menschen Wahrnehmungsvermögen und Erkenntnisvermögen so umnebelt und umdunkelt, daß der Mensch nicht die Anstrengung macht, nicht die Triebe entwickelt, hinter die Geheimnisse der Sinneswelt zu kommen. Wenn Sie sich vorstellen, daß unter Luzifers Einfluß die Sinneswelt wie ein Schleier geworden wäre, so daß man dann durchaus die geistige Welt dahinter gehabt hätte, so ist durch den Einfluß dieses zweiten Wesens die physische Welt völlig zu einer dicken Rinde geworden, welche sich zuschließt vor der geistigen Welt, so daß wiederum nur die atlantischen Eingeweihten durch ihre Vorbereitungen dazu kommen konnten, diese Decke des Physisch-Sinnlichen zu durchdringen.

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Cite: GA 107/1909-01-01/p012 · edition original