4. Die Zehn Gebote
Da wollen wir uns noch einmal genauer vor die Seele führen, wie die Inspirationen der Eingeweihten eigentlich in den aufeinanderfolgenden Zeiträumen waren. Gestern haben wir von den Rishis gesprochen, die in der altindischen Zeit die Inspiratoren ihres Volkes waren. Es wurde von den Rishis mitgeteilt, daß sie im gewöhnlichen Leben sozusagen schlichte Menschen waren, daß sie aber zu gewissen Zeiten das Instrument, das Mundstück waren für die Inspirationen höherer geistiger Wesenheiten. Diese Tatsache war besonders hervorstechend in den Zeiten des alten Indertums, und es konnten reden diese alten Rishis, diese größten Lehrer der nachatlantischen Kulturepoche, von hohen geistigen Wahrheiten. Fragen wir uns einmal, in welche Regionen des Geistes hinein haben sich diese alten Rishis versetzt, wenn sie innerlich durchweht und durchzogen sein sollten von den höheren Wesenheiten, die durch sie sprachen? Es erhoben sich diese Rishis, während in ihnen die höheren Mächte lebten, nicht bloß zum Astral- oder unteren Devachanplan, sondern hinauf bis zum oberen Devachan, so daß das, was sie lehrten, ursprünglich vom oberen Devachan ausging. In jenen alten Zeiten, kurz nach der atlantischen Katastrophe, war das noch möglich, weil die alten indischen Leiber noch durchaus den Menschen die Möglichkeit boten, aus ihnen herauszukommen und mit den Wesenheiten höherer Welten in Beziehung zu treten.
Cite:
GA 108/1908-12-14/p006 · edition original