4. Die Zehn Gebote
Damit war aber noch etwa anderes verbunden. Der Mensch sollte nunmehr die Sendung des Moses in sich hineingießen; er sollte sich die Gottheit im Bilde dieses Ich vorstellen. Von nun an mußte den Menschen gesagt werden: So wie ein Ich in jedem Menschen lebt und Herrscher ist über alle Glieder der Menschennatur, so sollst du dir das Wesen vorstellen, das in der Welt als schöpferisches Wesen webt und lebt und herrscht und waltet über alles Geschaffene. Kein sinnliches, kein Äther- und kein Astralbild kann das wiedergeben. Bloß unter der Gestalt des «Ich», einzig unter dem Namen «Ich bin der Ich-bin» sollst du dir das höchste Wesen vorstellen. - In dem «Ich-bin» selber sollte jeder Mensch ein Ebenbild der Gottheit empfinden. Das war die Mission, die Sendung des Moses, dem Menschen zu sagen: Siehe hinein in dein Inneres; da allein findest du ein wirkliches Ebenbild der reinen Gottheit. - Daher sollte alle Wirkung unter den Menschen von nun an nur von Ich zu Ich gehen. Das sollte vorbereitet werden durch die Sendung des Moses.
Cite:
GA 108/1908-12-14/p015 · edition original