4. Die Zehn Gebote

GA 108/1908-12-14/p037 ·1908-12-14 · original (original)
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Im ganzen Tone der Zehn Gebote, wenn wir sie richtig verstehen, sehen wir, wie die Gottheit sich in der urbildlichen Art enthüllt, um auf den Moment vorzubereiten, wo der göttliche Geist sich wirklich in einem Menschen verkörpert. Damit die Menschen dahin geführt werden konnten, den Gott im Fleische, den fleischgewordenen Gott zu begreifen, mußten sie zuerst lernen, den Gott in ihrem tiefsten Inneren der Seele seiner Substanz und Wesenheit nach zu begreifen. Betrachten wir dieses Menschheitsdokument der Zehn Gebote, dann sehen wir aus dem ganzen Tone, daß in ihm die Gottheit zum Menschen spricht, und daß diese Rede durchaus im Einklang ist mit dem immer weiter Hinaustreten des Menschen auf den physischen Plan, und daß das nur richtig geschehen kann, wenn das Göttliche richtig erfaßt wird. Immer wird darauf hingewiesen, daß die Leiber gedeihen, wenn das Göttliche richtig erfaßt wird. Es wird die Anleitung gegeben, das Göttliche so zu verehren, daß auch die äußeren Dinge auf dem physischen Plan gedeihen. In der richtigen Weise wird darauf hingewiesen, daß eine gerade, eine gesunde Entwickelung stattfinden muß, damit die äußeren sozialen Zusammenhänge gedeihen.

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Cite: GA 108/1908-12-14/p037 · edition original