{"corpus":"steiner","locus":"GA 108/1908-12-16/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ihr wißt, daß in dieser atlantischen Zeit das Leben ein anderes war als später. Wenn die Seele des alten Atlantiers in der Nacht herausgegangen war aus dem physischen und Ätherleib, sich hinauflebte in die geistigen Welten, dann breiteten sich nicht Dunkel und Finsternis aus wie heute, sondern die Seele war dann in dem nächtlichen Bewußtsein bis zu einem hohen Grade in göttlich-geistigen Welten; göttlich-geistige Wesen waren ihre Genossen. Dieser Wechsel zwischen Tag und Nacht war ja noch ganz anders in der alten atlantischen Zeit. Wenn der Atlantier früh aufwachte, das heißt, wieder hineinstieg mit seinem Astralleib und Ich in den physischen und Ätherleib, dann sah er auch da, in den alten Zeiten der Atlantis, die äußeren Gegenstände nicht mit scharfen Umrissen wie heute, sondern verschwommen, so, wie wenn wir hinausgehen abends, wo ein dichter Novembernebel ist, und wir die Laternen nicht so sehen, daß sie klar und scharf umrissen das Licht zeigen, sondern mit einer Aura umgeben. So undeutlich sah der atlantische Urmensch alles auf dem physischen Plan. Nach und nach bekamen die Gegenstände ihre scharfen Konturen im Tagesbewußtsein. Wenn er des Abends herausstieg mit seinem Astralleib und Ich aus dem physischen und Ätherleib, dann war er nicht in einer Welt der Bewußtlosigkeit; er hatte verschwommene, aber durchaus erlebte Vorstellungen von den göttlich-geistigen Welten. Und das, was sich erhalten hat als die Götternamen und -vorstellungen, sagen wir von Wotan, Tor, Baldur, Zeus, Apollo, das sind nicht bloße Phantsiegebilde, das sind Wesen, die der Mensch selbst erlebt hat in der alten atlantischen Zeit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Okkulte Geschichte I","site_heading":null,"date":"1908-12-16","location":null,"word_count":252,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/108/1908-12-16/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}