{"corpus":"steiner","locus":"GA 108/1908-12-16/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So war es, was da ausstrahlte in der zweiten nachatlantischen Kultur; so mußte es sein, weil ja die Menschheit um eine Stufe vorgeschritten war und die Menschen etwas lieber gewonnen hatten den physischen Plan. Aber durch dieses verdunkelte sich in gewisser Weise dasjenige, was zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erlebt werden konnte. Zwar waren die Menschen noch immer sehend in der geistigen Welt, aber nicht mehr in jener Klarheit wie in der altindischen Kulturepoche. Abgeblaßter und dunkler war es, wenn die Seelen aus den persischen Leibern ins Devachan eintraten, und ungeschickter wurden im Devachan die Menschen zu den Handlungen dort in demselben Maße, als sie geschickter wurden in der Bearbeitung des Äußeren. Haben wir eine aufsteigende Linie außen, so haben wir eine absteigende in der Welt nach dem Tode. Und wenn die Eingeweihten hinüberwanderten - das ist eine geistige Wanderung, die Eingeweihten bleiben dabei mit dem physischen Leib verbunden - in die jenseitige Welt, um die Menschen zu besuchen, die sich zwischen dem Tod und einer neuen Geburt befanden, dann konnten sie vieles sagen über das Wichtige, was früher die Menschen gesehen hatten, und was sich jetzt, im physischen Leben, verdunkelt hatte. Sie konnten Lehrer sein der höheren geistigen Tatsachen und Weisheiten, die allmählich für den Menschen verblaßten zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, aber noch nichts konnten sie mitteilen über das, was in der physischen Welt vorging. Das hatte noch nicht die große Bedeutung für das Jenseits. Hätten sie erzählt, was da die Menschen trieben, so würde das nichts Erhebendes gewesen sein für die Menschen im Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es ging drüben nur vor sich, was die Folge der geistigen Welt war. Kein Ereignis ging vor sich auf dem physischen Plan, das der Mitteilung wert gewesen wäre für die jenseitige Welt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Okkulte Geschichte I","site_heading":null,"date":"1908-12-16","location":null,"word_count":300,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/108/1908-12-16/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}