{"corpus":"steiner","locus":"GA 108/1908-12-16/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In diese Zeit hinein fiel das Ereignis, das vorbereitet wurde durch den anderen Eingeweihten, der schon ein Zarathustra-Schüler war, durch Moses. Moses war ausersehen, zuerst in der Form, wie es damals geschehen konnte, einen Gott zu verkünden, der sich in der physischen Welt auch offenbaren kann, der in der physischen Welt auch da ist. Allerdings geschah diese Offenbarung so, daß dasjenige, was mit den Sinnen noch nicht erfaßt werden kann, daß das werden sollte das einzige Abbild des Gottes, der durch die Welt webt. Und als sich Moses ankündigte bei dem Ausgangspunkt seiner Mission das «Ehjeh ascher ehjeh» - Ich bin der Ich-bin -, da war dies die erste Ankündigung des Gottes, der nunmehr nicht bloß in der jenseitigen Welt gefunden wird, der herübergegangen ist in die diesseitige Welt und da erlebt werden soll. Die Jahve-Gestalt kündigte sich an durch diesen zweiten der Zarathustra-Schüler, und vorbereitet wurde durch sie die große Erscheinung des Christus, das Mysterium von Golgatha. Was dieses Mysterium von Golgatha für den physischen Plan bedeutet, das wißt Ihr zum Teil: einen tatsächlichen Beweis, daß das Leben im Geiste den Tod besiegt. Das ist dadurch erreicht worden, daß dasjenige, was die Propheten verkündigt haben, was da war selbst bei der Schöpfung aller Naturreiche, daß das auf der Erde wandelte. Mit Recht benennt man gerade mit einem griechischen Namen dieses Urwesen der Welt, das der Sonne Geist ist; denn es konnte und mußte in der griechischen Zeit erscheinen, als die Menschheit den Impuls nach aufwärts brauchte. Zum ewigen Gedenken daran, daß es in dieser Zeit geschehen mußte, wird das Wesen, das im Jesus von Nazareth sich verkörpert hat, mit dem Christus-Namen benannt. Dieser Name ist dem Zeitalter entnommen, wo Christus erscheinen mußte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Okkulte Geschichte I","site_heading":null,"date":"1908-12-16","location":null,"word_count":283,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/108/1908-12-16/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/108/1908-12-16/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}