Der Gott des Alpha und der Gott des Omega
Das war die schwere Gefahr, in der die Menschheit damals schwebte, daß die Inkarnationen immer schlechter wurden. Denn nichts Neues konnte hinzukommen an geistiger Kraft. Nur das, was aus alter Zeit geblieben war, konnte ausgebildet werden. Das war ausgereift in der griechisch-römischen Zeit. Wie von der Blüte die Frucht trat das zutage in der herrlichen Kunst der Griechen. Das war die schönste Frucht dessen, was der Menschheit als altes Erbgut mitgegeben war aus Urzeiten. Aber damit war verknüpft Dunkelheit und Finsternis in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt, und recht hatte der vornehme Grieche, wenn er sagte: Lieber ein Bettler auf Erden, als ein König im Reich der Schatten! - Jawohl, in dieser Welt der griechischen Lande und der römischen Staaten, wo der Mensch so viel besaß, was seine Sinne beglückte und befriedigte, in dieser Welt war es, wo er nichts mitnehmen konnte in das Leben zwischen Tod und neuer Geburt.
Cite:
GA 109/1909-05-25/p019 · edition original