Der Gott des Alpha und der Gott des Omega

GA 109/1909-05-25/p024 ·1909-05-25 · original (original)
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Als Zarathustra gelernt hatte, den Blick zur Sonne emporzuwenden und in der Sonnenaura den Sonnengott zu schauen, da wußte er bereits, daß das kein anderer als der Christus-Geist ist, der sich vorläufig nur von außen offenbaren kann. In seiner Seele auf der Erde konnte der Mensch noch nicht die Christus-Wesenheit erblicken. Was als Ahura Mazdao früher in der Sonne gesehen ward, das muß herabsteigen auf die Erde. Erst dann kann der Mensch lernen, durch sein Inneres wieder einen Deva, ein Göttlich-Geistiges, in sich selber zu sehen. Das Leben im Menschenleibe war in der persischen Zeit noch nicht fähig, den Christus-Geist aufzunehmen und sich damit zu durchdringen. Das mußte langsam und allmählich kommen. Wir müssen uns mit dem Gedanken bekanntmachen, daß sich die Götter nur dem offenbaren können, der sich zu einem Empfänger der Götter bereitet. Nur zu der Menschheit, die sich vorbereitet hatte, konnte der Deva kommen, der durch das Innere geschaut werden konnte.

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