Der Gott des Alpha und der Gott des Omega

GA 109/1909-05-25/p027 ·1909-05-25 · original (original)
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Man faßt gewöhnlich das Eigenartige des Christentums nicht richtig auf. In der römischen Welt fand es wenig Anklang bei denen, die die Schätze und Reichtümer dieser Welt genießen konnten, dagegen vielen Anklang bei denen, die die Arbeit in der sinnlichen Welt [zu tun} hatten. Trotz aller Arbeit in dersinnlichen Welt, innerhalb der physischen Welt, wußten diese, daß sie hier etwas entwickeln, was sie mitnehmen können nach dem Tode. Das war das hohe Gefühl, das diejenigen beseelte, die das Christentum annahmen. Die Menschen konnten sich sagen: Indem du den Christus als dein Ideal hinstellst, wirst du etwas entwickeln in dieser Welt, was selbst durch den Tod nicht zerstört werden kann. - Dieses Bewußtsein konnte sich nur dadurch ausbilden, daß der Christus wirklich auf der Erde war, nicht als Devawesenheit, sondern als Wesenheit, die in einem Menschenleib sich verkörperte, so daß ein jeder Mensch sie zum Vorbild und Ideal nehmen konnte. Aber dazu mußten der Impuls und die Kraft geschaffen werden. Und Zarathustra schaffte die Vorbedingungen dafür. Er hatte so viel durchgemacht, daß er vorbereitet war, diese Mission zu übernehmen.

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