Das Wesen des Menschen

GA 109/1909-06-05/p005 ·1909-06-05 · original (original)
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Wer eine gewisse Stufe des Hellsehens erreicht hat, der hat auch die Fähigkeit sich erworben, die starke Kraft errungen, seinen Geist so zu beherrschen, daß er in viel höherem Grade imstande ist, auf etwas seine Aufmerksamkeit zu lenken, oder sie davon abzulenken. Wenn Sie vom gewöhnlichen Menschen verlangen, seine Aufmerksamkeit so abzulenken, daß er sich sozusagen die physische Gestalt absuggetieren kann, so wird ihm das nur äußerst selten möglich sein; der Hellseher aber ist dazu durchaus imstande. Der Raum, in dem sonst der physische Leib ist, ist für den Hellseher dann ausgefüllt, durchglänzt von diesem Ätherleib oder Lebensleib. Derselbe hat annähernd die menschliche Gestalt an Kopf, Rumpf und Schultern. Je mehr er nach unten verläuft, desto weniger ähnlich ist er der menschlichen Gestalt. Beim Tier ist der Ätherleib sehr verschieden vom physischen Leib. Beim Pferd zum Beispiel ragt, wie Sie wissen, der Ätherkopf weit heraus. Und wenn Sie erst beim Elefanten den Ätherleib hellseherisch beobachten könnten, würden Sie erstaunt sein, welch riesigen Aufbau derselbe hat, Je mehr wir bei der Menschengestalt nach unten kommen, desto mehr ändert sich der Ätherleib gegenüber der physischen Form. Sonst aber entspricht sich in gewisser Beziehung Links und Rechts im physischen und im Ätherleibe. Etwas nach links liegt das physische Herz; das entsprechende Organ im Ätherkörper ist das Ätherherz, welches auf der rechten Seite liegt. Der größte Unterschied aber zwischen physischem und Ätherkörper ist der, daß der Ätherleib des Mannes weiblich ist und der der Frau männlich. Diese Tatsache ist sehr wichtig, und viele Rätsel der Menschennatur sind auf Grund dieses okkulten Forschungsergebnisses erklärlich. So ist also beim Menschen eine Art Entsprechung, beim Tier ein großer Unterschied zwischen diesem zweiten Glied der menschlichen Wesenheit und dem ersten.

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