{"corpus":"steiner","locus":"GA 109/1909-06-05/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Schauen Sie auf das Wachsen der Pflanze. Sie treibt den Keim, den Stengel, setzt Blatt für Blatt an, immer neue grüne Blätter. Dadurch, daß sie mit einem Ätherleib begabt ist, kann sie das, denn das Prinzip des Ätherleibes ist das der Wiederholung. Überall da, wo Wiederholung auftritt, da wirkt ein Ätherleib. Den Abschluß der Pflanze, die Blüte, den bewirkt ein anderes Prinzip, der sie überschattende Astralleib. Also ein Abschluß, das ist das Prinzip der Astralität. Merken Sie wohl - Sie können das auch beim Menschen am Bau seines physischen Leibes beobachten. Sehen Sie das Rückgrat an, die immer sich wiederholenden Rückenwirbel, da haben Sie den Ätherleib im Physischen ausgedrückt. Nun betrachten Sie den Kopf des Menschen, das Gehirn: da haben Sie den Abschluß, den Astralleib in der physischen Form. Denselben Vorgang haben Sie geistig als das einmalige Verständnis durch die Wirkung auf den Astralleib, und als errungene Tätigkeit durch die tägliche Wiederholung desselben Gebetes oder derselben Meditationsübung, einer Arbeit am Ätherleib. Darin ist das Wesentliche der Meditation zu sehen, daß sie durch das Prinzip der Wiederholung in den Astralleib nicht allein, sondern in den Ätherleib hinein wirkt. Die großen Religionslehrer haben deshalb so Großes gewirkt, weil sie der Menschheit Inhalte gegeben haben, in denen fortwirkende Kraft sich offenbarte, die immer noch weiter wirkt. So ist also auch der Ätherleib des Menschen zweiteilig: er hat einen durchgearbeiteten Teil, der allerdings beim Durchschnittsmenschen noch gering ist, und den vom Ich aus noch nicht bearbeiteten Teil.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Wesen des Menschen","site_heading":null,"date":"1909-06-05","location":null,"word_count":243,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-05/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-05/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/109/1909-06-05/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}