{"corpus":"steiner","locus":"GA 109/1909-06-07/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Inwieweit hat nun da von dem, was physisch sich fortpflanzt, also was die Eltern geben - das weibliche und das männliche Element -, Einfluß auf die Ausgestaltung des werdenden Menschen? Nun, wenn Sie sich einlassen auf das, was okkult-geistig dem Physischen zugrunde liegt, dann wird Ihnen vieles dabei verständlich werden. Hier kann natürlich nur das Wesentliche skizziert werden. Wenn an der menschlichen Fortpflanzung nur das Weibliche beteiligt wäre - wir werden hören, daß früher, vor der Geschlechtertrennung die Fortpflanzung ohne Zutun des Männlichen geschah -, wenn das heute noch so wäre, was würde dann geschehen? Wie weit also ist das Weibliche als Weibliches beteiligt? Das wollen wir jetzt sehen. - Würde nur das Weibliche einwirken, dann wäre die Fortentwickelung so geschehen, daß das Kind im allerhöchsten Maße den Vorfahren ähnlich wäre. Immer nur ganz gleichgestaltete Wesen würden entstehen. Das Generelle, das Gleichartige rührt vom weiblichen Element her. Erst durch die Geschlechtertrennung ist es möglich geworden, daß sich die menschliche Individualität entfalten kann. Denn das, was bewirkt, daß der Nachkomme Verschiedenheiten von seinen Vorfahren aufweist, das ist der Einfluß des Mannes. Das männliche Element spezialisiert; im weiblichen wird die Gattung erhalten, es reproduziert das Gleichartige; das Männliche, das gibt die Individualität.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die physische Welt als Ausdruck geistiger Wirkungen und Wesen","site_heading":null,"date":"1909-06-07","location":null,"word_count":200,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-07/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-07/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/109/1909-06-07/p008","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}