Die physische Welt als Ausdruck geistiger Wirkungen und Wesen

GA 109/1909-06-07/p013 ·1909-06-07 · original (original)
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Mit dem siebenten Jahre also wird der Ätherleib frei. Er ist der Träger des Gedächtnisses. Das Wichtigste ist nun in bezug auf das Gedächtnis des Kindes, daß man es vor dem siebenten Jahre nicht durch pädagogische Mittel ausbildet. Erst vom siebenten Jahre an ist die Zeit da, wo wahre Erziehung auf die Bildung des Gedächtnisses einwirken soll. Man wendet manchmal dagegen ein: die Natur sorgt ja selbst dafür, daß längst vor dem siebenten Jahre das Kind das Gedächtnis übt. Das ist richtig; aber das ist eben die Vorarbeit, welche die Natur vollzieht. Das Auge des Kindes ist auch schon im Mutterleibe vor der Geburt von der Natur aus fertig, aber was würde geschehen, wenn Sie auf das Auge des Embryo das Sonnenlicht wirken lassen wollten? Eben damit das Sonnenlicht später richtig auf das Auge wirken kann, deshalb muß an dem Auge von der Natur vor der Geburt vorgearbeitet werden. So ist es auch mit den andern Organen vor der physischen Geburt. Die Natur fertigt sie vorher, aber sie sind geschützt von der äußeren Einkleidung der Mutterhülle. Und so soll auch bis zum siebenten Jahr an dem Gedächtnis des Kindes von der Natur gearbeitet werden, damit es dann vom siebenten Jahre ab in richtiger Weise weiter ausgebildet werden kann. Und wie soll man von da ab auf das Gedächtnis des Kindes wirken? So wie die Natur einwirkt, bis das Kind physisch geboren wird.

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