Einiges über Karma, Reinkarnation und über die Einweihung

GA 109/1909-06-12/p005 ·1909-06-12 · original (original)
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Eine ungeheure und ausschlaggebende Bedeutung mißt unsere Zeit der erblichen Belastung bei. Auch in bezug auf die erbliche Belastung ist vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft aus, welche das Physische als eine Folge des Geistigen ansieht, zu sagen, daß bei den darauf zurückgeführten krankhaften Erscheinungen Geistiges durch das Physische gehemmt wird, nicht zur Auswirkung kommen kann. Der Geist ist aber nur heruntergestiegen in die physische Materie, er wird ebenso wieder hinaufsteigen, wenn er seine Erfahrungen im Physischen gesammelt hat. Alles in der Welt ist in Entwickelung, so auch der physische Mensch und seine Organe. Wir wissen, daß der physische Menschenleib Organe enthält, die heute keine Funktionen mehr haben; es sind Organe der Vergangenheit, deren Rudimente wir in uns tragen. Ebenso haben wir die Anlagen zu Organen der Zukunft, die heute im Übergang oder in einer Umbildung begriffen sind. Wir erwähnen vor allem das menschliche Herz. Es ist ein Organ, das quergestreifte Muskeln hat. Das Herz ist eine Crux für die Anatomie der materialistischen Wissenschaft, denn es ist ein unwillkürliches Organ und hat, statt längsgestreiften, doch quergestreifte Muskelfasern, wie alle willkürlichen Organe des Menschen. Es ist eben, was die Wissenschaft nicht ahnt, ein Organ der Zukunft und auf dem Wege, ein willkürliches Organ des Menschen zu werden. Bei dem Eingeweihten ist es heute schon ausgebildet. Ebenso der Kehlkopf: auch er ist ein Organ der Zukunft. Das tiefe Geheimnis der Zeugung hängt mit ihm zusammen. Das zeigt sich in der Gegenwart in der Zeit der Geschlechtsreife am Stimmbruch. In der Zukunft wird der Mensch seinesgleichen aussprechen, der Kehlkopf wird ein schöpferisches Organ werden. Das Innere, das Seelisch-Geistige in materiellen Formen zu gestalten, das ist die Zukunft der Menschheit. Die Menschheit ist auf dem Wege, sich zu spiritualisieren, um immer bewußter und bewußter an der Umarbeitung ihrer Leiber zu arbeiten. Kraft für diese Aufgabe in der Zukunft sollen wir schöpfen aus einer spirituellen Weltanschauung. Mit Freude und mit Kraft soll uns auch das Gefühl durchdringen, ein Mitarbeiter zu werden an dieser grandiosen Evolution.

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Cite: GA 109/1909-06-12/p005 · edition original