{"corpus":"steiner","locus":"GA 109/1909-06-12/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Lassen Sie mich noch einige Worte hier sagen über die zwei großen Weltengesetze von Karma und Reinkarnation. Auf dem alten Monde gab es diese beiden Gesetze noch nicht. Erst mit der Einverleibung des Ich auf der Erde, beginnend in der Mitte der lemurischen Zeit bis etwa zur Mitte der atlantischen Zeit, kann gesprochen werden von dem Anfangen einer solchen Reinkarnation, wie wir sie jetzt haben. Für das Tier, dessen Ich die Gruppenseele ist, gibt es auch heute keine Reinkarnation. Die Verbindung zwischen einer Tierart und dem dazugehörenden Ich finden wir in der Astralwelt. Für die Gruppenseele der Löwen zum Beispiel bedeutet der Tod eines Löwen hier unten auf dem physischen Plan so viel wie für Sie, wenn Sie sich einen Nagel abschneiden. Es ist ein solches Tier, ein Löwe, zuerst ein astrales Gebilde, das wie ein Strang von der Gruppenseele aus herunterreicht; so steigt es herunter auf den physischen Plan, verdichtet sich, und dieses Astralische geht nach dem Tode des einzelnen Löwen wieder zurück auf den astralischen Plan. Die Gruppenseele zieht es wie ein Glied wieder ein. Auf dem alten Monde war es derselbe Vorgang, der noch mit der menschlichen Seele sich abspielte. Sie war ein Glied ihrer Gruppenseele und kehrte in deren Schoß zurück. Sie war, wie die Bibel es ausdrückt, geborgen im Schoße des Vaters Abraham. Erst während der lemurischen Zeit beginnen die Worte Reinkarnation und Karma einen Sinn zu haben, und werden einmal wieder aufhören, einen Sinn zu haben. Dann geht der Mensch dauernd in eine geistige Welt ein, in der er weiterarbeiten wird. Wenn der Mensch zum Beispiel den Impuls der Brüderlichkeit in sich entwickelt haben wird, dann wird die Rassenentwickelung aufhören, sie wird überwunden sein. In der sechsten Kultur werden die Menschen sich schon besser zu gliedern verstehen; die Rassenbegriffe werden da nicht mehr gelten. Von innen heraus, vom Geistigen aus werden sich die Menschen da ordnen, und nicht mehr von außen her durch die physischen Zusammenhänge. Und in der siebenten Kultur, welche die indische widerspiegeln wird, da wird es von neuem eine Kasteneinteilung geben, aber eine freiwillige. Alles in der Evolution ändert sich fortwährend; doch ist ein beständiger Fortschritt zu verzeichnen. Die atlantische Zeit, diese Mitte unserer Erdenentwickelung, zeigt uns den wichtigen Punkt, der durch den nunmehr vollendeten Einzug des Ich in den physischen Menschenleib bezeichnet ist. Er beginnt in der Mitte der lemurischen Zeit, nach dem Austritt des Mondes aus der Erde. Weiter und immer weiter entwickelt sich dann die Menschheit, und wenn der Begriff der Brüderlichkeit praktisch auf der Erde verwirklicht sein wird, dann werden die Rassen überwunden sein. Auch das Karma wird dann überwunden sein,","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Einiges über Karma, Reinkarnation und über die Einweihung","site_heading":null,"date":"1909-06-12","location":null,"word_count":434,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-12/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-12/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/109/1909-06-12/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}