Einiges über Karma, Reinkarnation und über die Einweihung
Drei Tage und einen halben mußte der Schüler der alten Initiation im Grabe liegen und war wie tot. Sein Ätherleib und Astralleib waren draußen und erlebten die geistige Welt. Der Hierophant überwachte den Vorgang und rief den Neophyten ins Leben zurück. Nach seiner Erweckung war er ein Zeuge der geistigen Welt. Das ist die Form der alten Einweihung, heute ist sie nicht mehr in der Weise notwendig. Die christliche und die Rosenkreuzereinweihung wirken so stark auf den Menschen, daß der Mensch das erreichen kann, was bei der alten Initiation durch das Heraustreten der höheren Wesensglieder aus dem physischen Leib hat bewirkt werden sollen, nämlich, daß sich die Eindrücke aus der geistigen Welt in den Astralleib und in den Ätherleib abdrücken, ohne jene dreieinhalbtägige Lethargie. Die moderne Initiation, wenn wir sie so nennen wollen, sie ruft, nachdem die Läuterung oder Katharsis des astralischen Leibes vollzogen ist, jene Wirkungen hervor, die zu realen Schauungen führen und ein erfahrungsgemäßes Wissen von der geistigen Welt ergeben, denn die in der geistigen Welt von der Seele erhaltenen Eindrücke drücken sich dann ab im Astralleib und Ätherleib. Das ist, was in der okkulten Entwickelung die Erleuchtung genannt wird.
Cite:
GA 109/1909-06-12/p011 · edition original