XV. Das Leben dem Monde

GA 11/l15/p002 · original (original)

Die Grundlage für die Entwickelung dieses Bilderbewußtseins bei den Menschenvorfahren des Mondes war die Bildung eines dritten Gliedes neben dem physischen Körper und dem Ätherleib. Man nennt dieses dritte Glied den Astralleib. — diese Bildung fand aber erst im dritten kleineren Mondkreislaufe — der sogenannten dritten Mondenrunde — statt. Die beiden ersten Mondenumläufe stellen sich lediglich als Wiederholung dessen dar, was auf Saturn und Sonne durchgemacht worden ist. Doch darf auch diese Wiederholung nicht so vorgestellt werden, als ob alle auf Saturn und Sonne vorgefallenen Tatsachen noch einmal abliefen. Was sich wiederholt: die Herausbildung eines physischen Körpers und eines Ätherleibes erfährt zugleich eine solche Umformung, daß diese beiden Glieder der Menschennatur im dritten Mondenkreislauf mit dem Astralleib verbunden werden können, was auf der Sonne noch nicht hätte stattfinden können. In der dritten Mondenperiode — eigentlich beginnt der Vorgang schon um die Mitte der zweiten — strömen die Geister der Bewegung das Astrale aus ihrer eigenen Natur in den Menschenleib hinein. Während des vierten Kreislaufes — von der Mitte des dritten an — bilden die Geister der Form diesen astralen Leib so aus, daß seine Gestalt, seine ganze Organisation innerliche Vorgänge entwickeln kann. Diese Vorgänge tragen den Charakter dessen, was man gegenwärtig bei Tier und Mensch Trieb, Begierde — oder die Wunschnatur — nennt. Von der Mitte des vierten Mondenkreislaufes an beginnen die Geister der Persönlichkeit mit dem, was dann im fünften Mondenzeitalter ihre Hauptaufgabe ist: sie impfen dem Astralleib die Selbstheit ein, wie sie das in den vorhergehenden Weltaltern bezüglich des physischen und des Ätherleibes getan haben. Damit nun aber in diesem angedeuteten Zeitpunkte, inmitten des vierten Mondenkreislaufes, der physische und der Ätherleib so weit sein können, daß sie einen selbständig gewordenen Astralleib beherbergen können, müssen sie in den aufeinanderfolgenden Entwickelungsstufen durch die bildenden Geister erst dazu gebracht werden. Das geht nun in folgender Art vor sich. Der physische Körper wird im ersten Mondenlauf (Runde) von den Geistern der Bewegung, im zweiten von denen der Form, im dritten von denen der Persönlichkeit, im vierten von den Geistern des Feuers, im fünften von jenen des Zwielichtes zu der notwendigen Reife gebracht. Genau genommen vollzieht sich diese Arbeit der Geister des Zwielichtes von der Mitte des vierten Mondenkreislaufes ab, so daß also zu derselben Zeit, in der die Geister der Persönlichkeit am Astralleib tätig sind, dies bezüglich des physischen Körpers mit den Geistern des Zwielichtes der Fall ist. — mit dem Ätherleib verhält es sich in folgender Art. Im ersten Mondenlauf werden ihm seine nötigen Eigenschaften von den Geistern der Weisheit, im zweiten von denen der Bewegung, im dritten von denen der Form, im vierten von denen der Persönlichkeit und im fünften von denen des Feuers eingepflanzt. Genau genommen verläuft diese Tätigkeit der Feuergeister wieder gleichzeitig mit der Arbeit der Geister der Persönlichkeit am Astralleib, also von der Mitte des vierten Mondenlaufes an in den fünften hinüber.

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